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Wetten Dass – die Schleife voll wird - Der Welt-Aids-Tag wird 20

von Jan Schwertner 15.04.2008 17:59:00

20 Jahre ist es her, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen den Weltaidstag ins Leben rief. Für den Saarbrücker Regenbogen e.V. Grund genug, mit einer Vielzahl von Aktionen auf dieses Jubiläum aufmerksam zu machen. Denn die Themen HIV und AIDS sind heute so aktuell wie 1988. 
 
In Luxemburg ist die Rate der Neuinfektionen leicht rückläufig, in Tirol steigt sie dagegen wieder an und in Asien ist AIDS sogar die wahrscheinlichste Todesursache für alle zwischen 15 und 44 Jahren. Ganz so dramatisch wie in Asien und Afrika ist die Situation in Deutschland zwar nicht, doch auch hier steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Jahren stetig an. „Allein zwischen den Jahren 2001 und 2006 gab es eine Steigerung von rund 80 Prozent“, macht Jan Schwertner, 1. Vorsitzender des Saarbrücker Regenbogen e.V., die dramatischen Dimensionen deutlich. Bis zum Stichtag 01.09.2007 wurden dem Robert Koch Institut weitere 1.334 neu diagnostizierte HIV-Infektionen gemeldet. „Das hört sich zwar zunächst nicht nach viel an, aber 1.334 Neuinfektionen bedeuten auch 1.334 Einzelschicksale“, macht Schwertner klar. Er muss es wissen, denn sein Verein ist bereits seit vielen Jahren unermüdlich in Sachen Aidsaufklärung unterwegs. Und dazu gehören für ihn und seine Mitstreiter mehr als nur die alljährlichen Kondom-Plakate zum Weltaidstag. So geht beispielsweise ein TV-Spot der momentan für Furore sorgt weil Prominente bekennen: „Ich habe AIDS“ auf das Konto des Regenbogen e.V.
 
Zum 20jährigen Jubiläum des Weltaidstages hat sich der umtriebige Verein nun eine weitere Aktion ausgedacht. Und kann auch dafür mit prominenter Unterstützung rechnen. Gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur „Oma“, die das Projekt ehrenamtlich unterstützt, haben Schwertner und seine Mitstreiter eine neue Webseite ins Leben gerufen. Unter www.20jahreweltaidstag.org gibt es jede Menge Infos rund ums Thema. Und eine witzige Aktion.
 
Auf der Webseite soll eine große Aidsschleife mit Fotos gefüllt werden. Am 01.12.2008 soll es keine weißen Flecken mehr geben. Der besondere Clou: Das ganze ist als Wette gestaltet mit Supernanny Katharina Saalfrank und DSDS Jury Mitglied Anja Lukaseder als Wettpaten. „Wir wetten, dass wir es schaffen die Schleife bis zum 01.12. vollzubekommen, die beiden Mädels halten dagegen“, so Schwertner. Sollten Saalfrank und Lukaseder verlieren, gibt es natürlich auch einen Wetteinsatz einzulösen. Katharina Saalfrank wird sich für eine Plakatserie zur Verfügung stellen, Anja Lukaseder beim Weltaidstag an einer Hotline Informationen rund ums Thema AIDS und HIV geben. Wer sein Foto für die Aidsschleife zur Verfügung stellen will kann es auf der neuen Webseite ganz einfach hochladen. 

Der Mensch wird ohne Grundsätze

von Uwe Görke 11.04.2008 14:16:00

Ich liebe Gerbera in OrangeDer Mensch wird ohne Grundsätze, aber mit der Fähigkeit geboren, sie alle in sich aufzunehmen. So ging es mir diese Woche, ich habe jede Menge neue Geschichten und Schicksale erfahren, die mich sehr berührt haben. Ich bin doch sehr beeindruckt, wie tapfer manche Menschen ihr Schicksal meistern. Es freut mich natürlich, wenn ich mit meiner positiven Lebenseinstellung etwas dazu beitragen kann, aber den Hut ziehe ich vor euch, denn mir geht es da ja noch vergleichsweise gut. Es ist schön, dass auch ich einiges aus diesen zwischenmenschlichen Begegnungen mitnehmen kann. *freu* Für mich war diese Woche sehr spannend und aufschlußreich. Ich bin so froh, dass es den Computer gibt, denn viele nette Menschen, hätte ich sonst nie kennen gelernt!
 
Die Werbung für mein Buch läuft auf vollen Touren. Es wird dazu in den nächsten Wochen und Monaten Uwe Görke, mein Leben mit HIV ISBN  978-3-940818-00-3 ab Juli 08sicher einiges in den Medien zu lesen und zu hören sein. Zugesagt habe ich schon bei Top-Radio-Berlin (http://www.topradio.de) und WOLF's TALK unter www.wolftalk.de im Internet. Die genauen Termine gebe ich noch bekannt. Das Interview wird dann Mitte Mai auch beim privaten Nachrichtensender Radioropa Berlin gesendet. Antenne Unna und Pride1 werden zur Veröffentlichung meines Buches im Juli senden. Eins Live *grins* hat noch nicht angebissen. Nee, is klar!? Die Interviews werden als mp3 Dateien im Internet unter meiner Mediendatei (Rubrik Uwe/Radio/TV auf der HP hier) veröffentlicht. Wie die Dateien für MAC Computer zu hören sind kann ich nicht sagen, damit habe ich mich nie beschäftigt. Es tauchen zwar immer mal wieder vereinzelte Anfragen auf, aber 90 % meiner Leser haben keinen MAC von APPLE. (http://www.apple.com/de). Meine Audio Dateien auf der HP laufen übrigens gut mit dem Windows Medienplayer 11.0! 
 

 

Auch die anderen Ländern dürfen wir nicht vergessenMeine Blutergebnisse habe ich noch nicht, da die ID Ambulanz wegen einer Fortbildung geschlossen hatte. Wo wir gerade bei der ID Ambulanz sind - ganz ehrlich? Ich hatte mit etwas mehr Solidarität gerechnet. Es sind ein paar Mails eingegangen, aber eine Liste lässt sich damit nicht füllen. So schnell gibt dat Üffcken aber nicht auf, ihr kennt mich ja! Deswegen werde ich den Aufruf, auch wenn’s einige nervt, gerne noch mal anhängen. Nee, is klar!? Ich weiß auch im Chat bei Trueman TV sind einige genervt. Nun, ich gebe mal zu bedenken, dass der eine das Medium PC benutzt um sich einen persönlichen Traum zu erfüllen und ich nutze diese Plattform um kranken Menschen zu helfen. Es muss mich keiner bewundern oder vor mir den Hut ziehen und dennoch habe ich viele Mails und Gästebucheinträge genau dieser Art von euch in der letzten Woche bekommen. Ihr seid also begeistert von meiner Arbeit und wenn ich jetzt um Hilfe bitte, seid ihr genervt? So ergeht es mir oft und gerade deshalb ist es um so wichtiger, dass ich nicht Ein Lächelnaufgebe und weiterhin meine Kraft und Energie einsetze um Schwächeren zu helfen. Auch wenn ich auf diesem Wege einige andere Menschen verliere. Denkt mal drüber nach!
„Manchmal spüre ich ein Gefühl der Reue und der Demut, dass ich dankbar sein muß für mein Glück.” Davon gebe ich gerne etwas weiter: 
Ein Lächeln
Ein Lächeln kostet nichts und bewirkt viel. Es bereichert die, die es empfangen, ohne die ärmer zu machen, die es geben. Es dauert nur einen Augenblick. Aber die Erinnerung währt manchmal ewig. Niemand ist reich genug, um es entbehren zu können und niemand ist zu arm, um es nicht geben zu können.  
Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich ins Wochenende, wünsche euch viel Sonne und natürlich ein Lächeln....Hugs, Uwe
 

 
ID AMBULANZ muss gerettet werden!!!

Uwe vor der ID- Ambulanz in DOAuszug aus meinen Tagebuch vom 10.04.2008 http://www.uwegoerke.de 
Wir müssen unser Handeln danach beurteilen, was wir damit erreichen...Uwe Görke 
Etwas nervös bin ich ja immer, wenn ich zum Check up in die ID Aids Ambulanz Dortmund fahre aber was ich dort erfahren habe, ist echt der Hammer! Nein, keine Sorge, es betrifft nicht meinen Gesundheitszustand aber es brachte mein Blut ordentlich in Wallung! Da baut sich die ID Ambulanz seit den 90ern einen Patientenstamm von fast 500 Leuten auf, versucht diesen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und jetzt soll sie geschlossen werden. Die Initiatoren sind einige zugelassene Ärzte aus Dortmund in Verbindung mir der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe. 
Offensichtlich fehlt es besagten Ärzten an Patienten und wie kommt man schneller an sie, als durch die Übernahme einer Praxis. Funktionieren soll das nun folgendermaßen: Der HIV und Aids Experte DR. Hower soll mit 50 seiner Patienten in das Dortmunder Klinikum umziehen, die anderen 450 Patienten sollen/müssen sich einen anderen Arzt suchen. Durch den Umzug schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn damit ist die ID Ambulanz räumlich von der Aids Beratung im Gesundheitsamt getrennt. Somit soll den Neupatienten! die Möglichkeit genommen werden, sich sofort an die ID Ambulanz zu wenden. 
Im zweiten Schritt sollen nun die verbleibenden 450 Patienten auf andere Ärzte verteilt werden. Unter Ich geb Dir meine Hand, Du mußt sie nur nehmen.,,anderem natürlich oder vielleicht hauptsächlich auf die Praxen der Beschwerde führenden Ärzte. Gut ausgedacht aber ohne uns! Das ist mir alles äußerst suspekt, und das bei Ärzten, die doch eigentlich im Sinne des Patienten handeln sollten! WIDERLICH. Sie haben offensichtlich mehr ihr eigenes Wohl im Sinn, als das ihrer Patienten. Man baut doch ein Vertrauensverhältnis zu seinem Arzt auf. Er kennt die intimsten Ängste und Probleme, er gibt Tipps wenn der Druck durch die Gesellschaft einen mal wieder fertig macht. Wo bleibt unsere freie Arztwahl? Welch ein Kleinkrieg, der nun wieder auf dem Rücken der Patienten, ausgetragen wird. Wie ein Stück Vieh kommt man sich dabei vor. So nicht, meine Herren! 
Nun seid ihr gefragt, liebe Patienten, denn nun geht es nicht um Farbe, Klopapier oder Gitter vor den Fenstern, sondern um euer Leib, Wohl und eure Versorgung. Ich komme nicht darüber hinweg, jetzt soll Dr. Hower sich wie beim DSDS Casting 50 Patienten heraus picken. Absurd. Wohl denen, die Privatpatienten sind. Nee, is klar!? Am 17.04.2008 soll es sich entscheiden. 
Viel Zeit bleibt uns nicht mehr aber ich vertraue auf euch, zeigt euch solidarisch! Schickt mir bitte eine Mail email@uwegoerke.de, mit euren Namen, der Stadt aus der ihr kommt und mit folgendem Text: Ich bin für die Erhaltung der ID Ambulanz in Dortmund. Ich werde eine Liste anfertigen und an die richtige Stelle weiterleiten. Einen Appell auch noch an die Aids Hilfen im Umkreis: Bitte helft den Patienten aus MK/UN/HA/DO/EN, damit sie ihre vertrauensvolle Anlaufstelle behalten. Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muß man erst richtig anfangen. 
Direkt geht auch dann zu stkd.id.ambulanz@dokom.net z.h. Claudia Bachmann http://www1.klinikumdo.de (C) U.G. www.uwegoerke.de 

Schock Aids Kampagne

von Jan Schwertner 05.04.2008 10:45:00

Schock-Kampagne - "Ich habe AIDS ..."
AIDS ein Gesicht verleihen - so die Intention der neuen Kampagne gegen die Immunschwaächekrankheit. 5 Prominente machen
AIDS unvergessen! Katharina Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meierhenrich, Herbert Knaup und Pascal Hens gestehen: "Ich
habe AIDS ... nicht vergessen."

Traurige Bilder in Schwarz-Weiß gehalten Stille. Plötzlich erscheint Markus Kavka - beliebter MTV-Moderator und Kultidol einer
ganzen Generation am Fernsehschirm, ebenso wie Nova Meierhenrich, stilbewusste Trendfrau, TV-Moderatorin &
Schauspielerin. Menschen, die den Zeitgeist stark repräsentieren und Vorbildfiguren für viele junge Leute. Nach kurzer
Schweigepause bekennen sie: "Ich habe AIDS ... nicht vergessen!"  

Medienrummel
Die nach Ostern gestartete Werbekampagne, mit weiteren Testimonials wie Schauspieler Herbert Knaup oder RTL-Supernanny
Katharina Saalfrank, sorgt für massiven Wirbel. Der Schock, wonach Prominente an HIV erkrankt sind und es im Fernsehen und
auf Plakaten offen zugeben, krank zu sein, sitzt im ersten Moment tief. Und genau dieser Zustand ist es, mit dem der deutsche
Verein Regenbogen e. V. vor allem junge Menschen wachrütteln will. Bislang ist die Immunschwäche eine Erkrankung ohne
Gesicht geblieben,äußerst selten haben sich in der Öffentlichkeit stehende Personen "geoutet", positiv zu sein


Aufrüttelnde Kampagne
Nur wer das Wortspiel "Ich habe AIDS ... nicht vergessen" richtig deutet, kommt drauf, dass der kleine Nachsatz darauf
hinweist, dass die Prominenten zwar keine "Bekenner" im realen Sinn sind, sondern als Gesicht dafür zur Verfügung standen.
Der Schock-Effekt ist vorprogrammiert - in vielen Foren tauschen sich unzählige User darüber aus und spekulieren, ob die Stars
tatsächlich erkrankt sind. Dies ist hiermit offiziell widerlegt.

AIDS ist in Vergessenheit geraten 

Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen hierzulande um 81 Prozent gestiegen. Ende 2007 lebten in Deutschland etwa 59.000
Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer AIDS-Erkrankung. Nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts haben
sich im Jahr 2007 circa 3.000 Menschen neu infiziert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund fünf
Prozent auf einen neuen Höchststand. Im Durchschnitt infizieren sich täglich acht Personen in Deutschland mit HIV.
 
Trotzdem gerät AIDS in Deutschland zunehmend in Vergessenheit: Keinen interessiert es mehr, keiner redet mehr darüber.
AIDS wird hierzulande kaum noch als Gefahr wahrgenommen, wird von vielen ignoriert und unterschätzt. So bleibt
beispielsweise der Trend zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr trotz zahlreicher AIDS-Kampagnen weiterhin ungebrochen.
Doch AIDS gehört nach wie vor zu den großen gesellschaftlichen Problemen. Denn AIDS betrifft nicht nur die Randgruppen,
AIDS ist mehr denn je ein gesamtgesellschaftliches Problem.  
Die Idee
Die tödliche Krankheit, die jeden betreffen kann, ist in den letzten Jahren medial eher untergegangen. Eine Krankheit
"berührt" erst, wenn es jemanden trifft, den wir persönlich kennen. Und wen kennen wir alle? Prominente. Mit dieser
Kampagne ist ein neuer Weg gefunden worden, wie Menschen mit Hilfe von Prominenz wachgerüttelt werden. "Die aktuellen
Zahlen zeigen, dass die Strategie der bisherigen AIDS-Prävention überdacht und völlig überarbeitet werden muss. Unsere
Kampagne setzt daher auf den Schock-Effekt beim Betrachten von Prominenten und deren vermeintlichen AIDS-
Geständnissen.", sagt Jan Schwertner, 1. Vorsitzender von "Regenbogen e. V.” AIDS verdient Aufmerksamkeit, keine
Vergessenheit.
Die TV- und Print-Kampagne wurde von der  Hamburger Agentur weigertpirouzwolf kreiert, mit der Entwicklung und
Umsetzung der Kampagnen-Website wurde die MSH AND MORE Werbeagentur GmbH beauftragt.
Der Verein Der Regenbogen e. V. nahm am 05.02.1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein seine
Arbeit auf. Neben dem Vorstand sind heute zehn ehrenamtliche Personen für den "Regenbogen e. V." tätig. Der Verein
kooperiert seit seiner Gründung mit Selbsthilfegruppen, Aerzten und Gesundheitsämtern. Die Schwerpunkte des
Vereinsengagements liegen insbesondere im Bereich Verhinderung von HIV-Neuinfektionen durch Prävention und Aufklärung
sowie in der Bereitstellung von Hilfeleistungen für HIV-infizierte und AIDS-Erkrankte Menschen.
Alle Infos zur Kampagne, Bildmaterial der fünf „Bekenner“ und die TV Spots finden Sie unter www.vergissaidsnicht.de 

 


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