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Ein Idealist ist ein Mensch, der anderen Menschen dazu verhilft, zu Wohlstand zu gelangen.

von Uwe Görke 16.04.2008 15:26:00

Kuckuck - wo ist die Sonne? Ein wenig hat Perus mich erhört und heute morgen kam sie kurz zum Vorschein *freu*. Na, trotzdem verstehe ich unter Frühling was anderes. Es wird schon... wie Benny immer so schön sagt.
 
Mein Ergebnis aus der ID-Ambulanz, Dortmund ist da. Und ich jubele: T4 830 Viruslast <40< unter der Nachweisgrenze.  Am meisten freute ich mich über die Fettwerte: Triglyceride (Fette) die von 306 mg/dl auf 194 mg/dl  gesunken. (Normwert liegt bei 0-170 mg/dl) Ich denke, ich darf mit den pathologischen Werten zufrieden sein. Mein Körper steckt die 16 Jahre HIV erstaunlich gut weg. Dank kontinuierlicher Pilleneinahme (seit 1996), verfüge ich über eine gewisse Lebensqualität.
 
Nach dem Artikel "Anlaufstelle für HIV-Patienten auf der Kippe" in den Ruhr-Nachrichten und meinem Aufruf,  kam Bewegung in die Sache. Der WDR berichtete in der Lokalzeit und ich konnte mittlerweile über 124 Fürsprecher gewinnen. Viele infizierte Betroffene aus dem Kreis MK und UN haben dazu geschrieben. Alle die Unterschriften und Mails ließen mich aufhorchen und gaben mir noch einmal Schwung, weiterzumachen und nicht wegzuschauen!  Antworten sind gesendet mit Durchhalte-Parolen nach Iserlohn, Hemer und besonders nach Dortmund. Danke auch an die AIDS-Hilfe NRW und Die AIDS-Hilfe Hagen,Wuppertal, die nun endlich mit ins Boot gekommen sind und die Aktion unterstützen. Ich bin für jede Stimme dankbar und wer uns auch unterstützen will, kann das hier tun. Sendet eine Mail an mich email@uwegoerke.de  mit dem Satz "Ich bin für den Erhalt der ID-Ambulanz Dortmund". Name und Ort nicht vergessen. Ich trage euch dann in die Liste ein, die der ID-Ambulanz zur Verfügung gestellt wird. Damit zeigen wir, dass wir keine Ware sind sondern mündige Patienten! 
   
Jahrelang waren wir den praktischen Ärzten ein Dorn im Auge, entweder wir sprengten ihr Budget oder sie hatten Angst, andere Patienten durch uns zu verlieren. Sie waren es doch, die uns zur ID-Ambulanz überwiesen, um die "Aussätzigen" aus ihren Wartezimmern zu entfernen. Jedoch die Knete für den Überweisungsschein nimmt man gern alle drei Monate in Kauf. Ein Hoch auf die 2 Klassen-Gesellschaft, ohne den Privat-Patienten zu nahe zu treten. Nun jedoch sind wir Kassenpatienten wieder lukrativ. 80 Euro locker für eine Blutabnahme und dann das Arzt-Patienten Gespräch - Yeah, das lohnt sich! Das sie aber erst ihre Stammpatienten behandeln und die "unangenehmen Kranken" stundenlang in den Praxisräumen warten müssen, erzählen sie nicht. Nein, auf einmal stellt man ein gutes und vor allem erfahrenes Team, wie das in der ID-Ambulanz, Dortmund in Frage. Menschen, die seit 1995 alles tun, um den Betroffenen gerecht zu werden. Starke Menschen, die nach keiner Uhrzeit fragen, wenn die Sprechstunde vorbei ist, und noch Zeit haben, sich private Probleme anzuhören. Nicht ein einzig mal blieb "von oben" Geld übrig, um die Warte- und Behandlungsräume schöner zu gestalten. Für wen auch, es war ja sowieso nur der Dreck, der da saß. Auch hier zeigte sich immer wieder ein starkes Team vor dem ich und viele Positive den Hut ziehe. Ich verspreche, ich werde alle Verantwortlichen nerven und alle Redaktionen, bis sie hinter uns stehen und die Unmenschlichkeit, die es so bei keiner anderen Krankheit gibt, ein Ende hat. Dafür steht Uwe aus Schwerte/Ruhr und seine Freunde, versprochen! Und es ist mir so was von egal, ob mich deswegen einige für bekloppt halten. Beharrlichkeit führt zum Ziel. Zum Schluss noch Danke an den WDR, der bis jetzt der einzige war, der öffentlich darüber berichtete. Der Beitrag brachte es auf den Punkt.   
 
Ich tauche unter, Kraft sammeln, um dann wie David gegen Goliath zu kämpfen. Alles wird gut, euer Uwe.
 
Ich bin für den Erhalt der ID-Ambulanz in Dortmund !! 

Liebe Freunde,

wir haben uns entschlossen zum Beginn der CSDs in Deutschland ab Mitte Juni  ein ganz besonderes Buch herauszubringen, auf das viele schon gewartet haben. Es war bereits vor einigen Monaten im queercom-Verlag angekündigt, konnte dann dort aus verschiedenen Gründen nicht fertiggestellt werden.
Nun freuen wir uns ganz besonders über das Erscheinen bei uns: Uwe Görke  -  Mein Leben mit HIV   
erzählt von Andy Claus (www.andy-claus.de)

Das Buch gibt Einblick in das Leben des selbst seit fast fünfzehn Jahren HIV-positiven Aidsaktivisten Uwe Görke. Es erzählt die Geschichte eines Betroffenen, will Mut machen und informieren.

Für jeden ist der Tag der Diagnose sehr persönlich. Egal, was er gehört hat und zu wissen glaubt, in diesem Moment wird plötzlich alles anders. Nicht jeder ist dann bereit, offensiv damit umzugehen, die Öffentlichkeit zu suchen. Keine andere Diagnose wird so von Selbstvorwürfen, Zweifeln und Anklagen begleitet. Bin ich selbst schuld? Hab ich es vielleicht sogar verdient? Das darf niemand erfahren! Das zieht oft den Rückzug nach sich, die Trennung von Freunden und Familie, aber auch Alkohol- und Drogenexzesse, nur um zu vergessen – ganz nach dem Motto, jetzt ist eh schon alles egal.

Es ist dieser Punkt, an dem Uwe Görke seit acht Jahren zum Ansprechpartner wird, denn er erreicht die Menschen dort, wo sie sich in dieser schwierigen Zeit vielleicht verkriechen – daheim am PC. Die Schwellenangst fällt weg, sie reden offen über ihre Situation und ihre Ängste. Und oft können sie Uwes Botschaft annehmen - dass das Leben, wenn auch anders, weitergehen wird. Er selbst und sein Virus „Tim“ sind der überzeugendste Beweis dafür.

In diesem Buch erzählt Uwe Görke von sich, seinen Freunden, den Menschen, die ihn ein Stück weit begleiteten und Prominenten, denen er im Lauf der Zeit begegnete. Er verschweigt auch die Rückschläge nicht, nach denen er sich stets wieder aufraffen konnte. Das Buch soll Ratgeber sein, aber auch eine Würdigung der Arbeit eines privaten AIDS-Aktivisten, die aus unverständlichen Gründen leider viel zu oft zu kurz kommt.

Begleitet wird das Erscheinen des Buches von vielen Radio- und einigen TV-Auftritten, Zeitungsinterviews und Presseberichten.

Der Ladenverkaufspreis beträgt 16,90 Euro,   1 Euro wird  an die Aids-Hilfe  gespendet.

Bestellungen bitte schon jetzt per E-mail an uns. Achim Albers&UweGörke Achim@himmelstuermer-verlag.de

oder hier klicken: http://www.himmelstuermer-verlag.de/shop/zu_den_buechern.htm

Uwe Görke, mein Leben mit HIV ISBN  978-3-940818-00-3 (C) www.uwegoerke.de

Wir brauchen dich und dein Foto

von Jan Schwertner 16.04.2008 08:50:00

Unser Ziel: Bis zum Welt-Aids-Tag wollen wir die große Jubiläums-Aidsschleife mit hunderten von Fotos gefüllt haben. Das schaffen wir aber nur alle zusammen. So solidarisieren wir uns mit allen Menschen, für die jeder Tag ein Leben mit HIV und Aids bedeutet.

Anja LukasederAnja Lukaseder glaubt, dass wir das nicht schaffen. Sollte sie Unrecht haben, wird sie am 01. Dezember zum Welt-Aids-Tag zwei Stunden lang am Telefon Aufklärungsarbeit leisten.


Katharina SaalfrankUnd auch Katharina Saalfrank müssen wir überzeugen. Wenn wir unsere Schleife gefüllt bekommen, wird sie sich als Gegenleistung für eine große Plakataktion zur Verfügung stellen.


Also, schickt uns euer Foto, damit sich die Schleife täglich sichtbar füllt. Jedes Foto hilft!

Foto hochladen

Wetten Dass – die Schleife voll wird - Der Welt-Aids-Tag wird 20

von Jan Schwertner 15.04.2008 17:59:00

20 Jahre ist es her, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen den Weltaidstag ins Leben rief. Für den Saarbrücker Regenbogen e.V. Grund genug, mit einer Vielzahl von Aktionen auf dieses Jubiläum aufmerksam zu machen. Denn die Themen HIV und AIDS sind heute so aktuell wie 1988. 
 
In Luxemburg ist die Rate der Neuinfektionen leicht rückläufig, in Tirol steigt sie dagegen wieder an und in Asien ist AIDS sogar die wahrscheinlichste Todesursache für alle zwischen 15 und 44 Jahren. Ganz so dramatisch wie in Asien und Afrika ist die Situation in Deutschland zwar nicht, doch auch hier steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Jahren stetig an. „Allein zwischen den Jahren 2001 und 2006 gab es eine Steigerung von rund 80 Prozent“, macht Jan Schwertner, 1. Vorsitzender des Saarbrücker Regenbogen e.V., die dramatischen Dimensionen deutlich. Bis zum Stichtag 01.09.2007 wurden dem Robert Koch Institut weitere 1.334 neu diagnostizierte HIV-Infektionen gemeldet. „Das hört sich zwar zunächst nicht nach viel an, aber 1.334 Neuinfektionen bedeuten auch 1.334 Einzelschicksale“, macht Schwertner klar. Er muss es wissen, denn sein Verein ist bereits seit vielen Jahren unermüdlich in Sachen Aidsaufklärung unterwegs. Und dazu gehören für ihn und seine Mitstreiter mehr als nur die alljährlichen Kondom-Plakate zum Weltaidstag. So geht beispielsweise ein TV-Spot der momentan für Furore sorgt weil Prominente bekennen: „Ich habe AIDS“ auf das Konto des Regenbogen e.V.
 
Zum 20jährigen Jubiläum des Weltaidstages hat sich der umtriebige Verein nun eine weitere Aktion ausgedacht. Und kann auch dafür mit prominenter Unterstützung rechnen. Gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur „Oma“, die das Projekt ehrenamtlich unterstützt, haben Schwertner und seine Mitstreiter eine neue Webseite ins Leben gerufen. Unter www.20jahreweltaidstag.org gibt es jede Menge Infos rund ums Thema. Und eine witzige Aktion.
 
Auf der Webseite soll eine große Aidsschleife mit Fotos gefüllt werden. Am 01.12.2008 soll es keine weißen Flecken mehr geben. Der besondere Clou: Das ganze ist als Wette gestaltet mit Supernanny Katharina Saalfrank und DSDS Jury Mitglied Anja Lukaseder als Wettpaten. „Wir wetten, dass wir es schaffen die Schleife bis zum 01.12. vollzubekommen, die beiden Mädels halten dagegen“, so Schwertner. Sollten Saalfrank und Lukaseder verlieren, gibt es natürlich auch einen Wetteinsatz einzulösen. Katharina Saalfrank wird sich für eine Plakatserie zur Verfügung stellen, Anja Lukaseder beim Weltaidstag an einer Hotline Informationen rund ums Thema AIDS und HIV geben. Wer sein Foto für die Aidsschleife zur Verfügung stellen will kann es auf der neuen Webseite ganz einfach hochladen. 

Schock Aids Kampagne

von Jan Schwertner 05.04.2008 10:45:00

Schock-Kampagne - "Ich habe AIDS ..."
AIDS ein Gesicht verleihen - so die Intention der neuen Kampagne gegen die Immunschwaächekrankheit. 5 Prominente machen
AIDS unvergessen! Katharina Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meierhenrich, Herbert Knaup und Pascal Hens gestehen: "Ich
habe AIDS ... nicht vergessen."

Traurige Bilder in Schwarz-Weiß gehalten Stille. Plötzlich erscheint Markus Kavka - beliebter MTV-Moderator und Kultidol einer
ganzen Generation am Fernsehschirm, ebenso wie Nova Meierhenrich, stilbewusste Trendfrau, TV-Moderatorin &
Schauspielerin. Menschen, die den Zeitgeist stark repräsentieren und Vorbildfiguren für viele junge Leute. Nach kurzer
Schweigepause bekennen sie: "Ich habe AIDS ... nicht vergessen!"  

Medienrummel
Die nach Ostern gestartete Werbekampagne, mit weiteren Testimonials wie Schauspieler Herbert Knaup oder RTL-Supernanny
Katharina Saalfrank, sorgt für massiven Wirbel. Der Schock, wonach Prominente an HIV erkrankt sind und es im Fernsehen und
auf Plakaten offen zugeben, krank zu sein, sitzt im ersten Moment tief. Und genau dieser Zustand ist es, mit dem der deutsche
Verein Regenbogen e. V. vor allem junge Menschen wachrütteln will. Bislang ist die Immunschwäche eine Erkrankung ohne
Gesicht geblieben,äußerst selten haben sich in der Öffentlichkeit stehende Personen "geoutet", positiv zu sein


Aufrüttelnde Kampagne
Nur wer das Wortspiel "Ich habe AIDS ... nicht vergessen" richtig deutet, kommt drauf, dass der kleine Nachsatz darauf
hinweist, dass die Prominenten zwar keine "Bekenner" im realen Sinn sind, sondern als Gesicht dafür zur Verfügung standen.
Der Schock-Effekt ist vorprogrammiert - in vielen Foren tauschen sich unzählige User darüber aus und spekulieren, ob die Stars
tatsächlich erkrankt sind. Dies ist hiermit offiziell widerlegt.

AIDS ist in Vergessenheit geraten 

Seit 2001 sind die HIV-Neuinfektionen hierzulande um 81 Prozent gestiegen. Ende 2007 lebten in Deutschland etwa 59.000
Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer AIDS-Erkrankung. Nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts haben
sich im Jahr 2007 circa 3.000 Menschen neu infiziert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund fünf
Prozent auf einen neuen Höchststand. Im Durchschnitt infizieren sich täglich acht Personen in Deutschland mit HIV.
 
Trotzdem gerät AIDS in Deutschland zunehmend in Vergessenheit: Keinen interessiert es mehr, keiner redet mehr darüber.
AIDS wird hierzulande kaum noch als Gefahr wahrgenommen, wird von vielen ignoriert und unterschätzt. So bleibt
beispielsweise der Trend zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr trotz zahlreicher AIDS-Kampagnen weiterhin ungebrochen.
Doch AIDS gehört nach wie vor zu den großen gesellschaftlichen Problemen. Denn AIDS betrifft nicht nur die Randgruppen,
AIDS ist mehr denn je ein gesamtgesellschaftliches Problem.  
Die Idee
Die tödliche Krankheit, die jeden betreffen kann, ist in den letzten Jahren medial eher untergegangen. Eine Krankheit
"berührt" erst, wenn es jemanden trifft, den wir persönlich kennen. Und wen kennen wir alle? Prominente. Mit dieser
Kampagne ist ein neuer Weg gefunden worden, wie Menschen mit Hilfe von Prominenz wachgerüttelt werden. "Die aktuellen
Zahlen zeigen, dass die Strategie der bisherigen AIDS-Prävention überdacht und völlig überarbeitet werden muss. Unsere
Kampagne setzt daher auf den Schock-Effekt beim Betrachten von Prominenten und deren vermeintlichen AIDS-
Geständnissen.", sagt Jan Schwertner, 1. Vorsitzender von "Regenbogen e. V.” AIDS verdient Aufmerksamkeit, keine
Vergessenheit.
Die TV- und Print-Kampagne wurde von der  Hamburger Agentur weigertpirouzwolf kreiert, mit der Entwicklung und
Umsetzung der Kampagnen-Website wurde die MSH AND MORE Werbeagentur GmbH beauftragt.
Der Verein Der Regenbogen e. V. nahm am 05.02.1999 in Saarbrücken als gemeinnütziger und eigenständiger Verein seine
Arbeit auf. Neben dem Vorstand sind heute zehn ehrenamtliche Personen für den "Regenbogen e. V." tätig. Der Verein
kooperiert seit seiner Gründung mit Selbsthilfegruppen, Aerzten und Gesundheitsämtern. Die Schwerpunkte des
Vereinsengagements liegen insbesondere im Bereich Verhinderung von HIV-Neuinfektionen durch Prävention und Aufklärung
sowie in der Bereitstellung von Hilfeleistungen für HIV-infizierte und AIDS-Erkrankte Menschen.
Alle Infos zur Kampagne, Bildmaterial der fünf „Bekenner“ und die TV Spots finden Sie unter www.vergissaidsnicht.de 

 

Grau in Grau

von Uwe Görke 02.04.2008 17:13:00

... ist es draußen und ungemütlich. Wir hatten heute Nacht den Kampf der Katzen. Aischa erkennt Micky nicht mehr. Da half auch nicht, dass ich den beiden ein wenig Parfum in den Nacken sprühte (bewährter Tipp aus dem Tierheim). Beide fauchten sich an, wie bittere Gegner. D. h. sie in getrennte Zimmer zu sperren, wenn ich außer Hause bin. Hoffe, das legt sich schnell wieder. Auf Moyo muss ich besonders achten, damit sie sich die Wunde nicht blutig kratzt. 
 
Meinen Mann plagt weiterhin die Erkältung. Und nun ist Schluss mit lustig, Benny bekommt heute AbendNee, is klar!? erst eine Kraftbrühe à la Görke und kurz vorm Schlafen gehen, ein warmes Bier serviert (bewährter Tipp aus dem Altersheim). Mich selbst plagt die Pollenallergie. Wachte auf und sah aus wie Marty Feldman. Die Birke ist schuld und meine Augen brannten wie Hulle. Zum Glück muss ich nächste Woche zum Check Up in die AIDS-Klinik, spätestens dann setze ich den Auswirkungen der Allergie mit Cortison ein Ende. Am besten noch, bevor die Birke in der Blüte explodiert. 
 

"Tim" habe ich arg ins Gewissen geredet und verboten sich zu rühren. Er hält sich daran und das ist gut so. Nette E-mails habe ich erhalten und was normalerweise eher unüblich ist, schrieb mir ein HIV-positiver Heteromann. Werde seine lieben Worte so bald wie möglich beantworten, genau wie die anderen Mails auch. So bald heißt, wenn ich wieder aus den Glubschaugen sehen kann und meinen Job als Krankenschwester erfüllt habe. Vorweg kann ich hier schon sagen, dass ich nichts gegen neue Bekanntschaften habe, aber mit meinen alten Freunden schon sehr zufrieden bin. Selbst bei ihnen ist es schwierig, allen gerecht zu werden, geschweige denn, einen passenden Termin zu finden. Bitte deshalb nicht böse sein. 
 

Danke auch an Sonju K. aus Ober-Flörsheim (wo immer dat sein mag *grins*) die Moyo ein Lunch Paket Uwe ist am 31.07.2008 in Hamburg und stellt sein Buch vor.zukommen ließ. Klasse!
 
Zu guter Letzt noch was für interessierte Bürger aus Hamburg und Umgebung. Der Termin, 31.07.2008 zum Pride Weekend ist bestätigt. Ich talke dann mit Lutz Johannsen über mein Leben mit HIV ( http://www.hamburgpride.com ). Aus Schwerte heute schon mal positive Grüße in den Norden.
 
„Vier Fünftel meines Genusses bestanden immer darin, die Frauen/Herren glücklich zu machen.” Nee, is klar!?

Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Wie jetzt? Euer Uwe (C) www.uwegoerke.de 

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AIDS Kampagne 2008

von Heiko Schüßling 14.03.2008 20:12:00

AIDS Kampagne 2008

 
Prominente bekennen „Ich habe Aids...“

 

Katja Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meier-Henrich, Herbert Knaup und Pascal Hens – 5 Namen die in Deutschland bisher wohl niemand mit dem Thema AIDS in Verbindung gebracht hat. Umso größer dürften deswegen Schock und Überraschung sein, wenn diese 5 ab der nächsten Woche in verschiedenen Fernsehspots bekennen: „Ich habe AIDS“.

 

Der Hintergrund

 

Aids ist tot in Deutschland? Den Eindruck könnte man gewinnen, da das öffentliche Interesse massiv zurückgegangen

ist. Doch Aids ist nicht tot, im Gegenteil. In Deutschland lebten Ende 2007 insgesamt etwa

59.000 Menschen mit einer HIV-Infektion oder einer Aids-Erkrankung. Nach einer aktuellen Schätzung

des Robert Koch-Instituts haben sich im Jahr 2007 etwa 3.000 Menschen neu infiziert, rund fünf Prozent

mehr als im Vorjahr. Das sind täglich acht Neuinfektionen in Deutschland, acht Neuinfektionen zu viel.

Deshalb möchten wir die Menschen dazu bringen, Aids nicht zu vergessen. Unsere Kampagne soll schockieren,

wachrütteln und zum Nachdenken anregen. Nachdenken über Aids, denn Vergessen kann töten.

 

Die Idee

 

Aids berührt uns erst, wenn es jemanden trifft, den wir kennen. Und wen kennen wir alle? Prominente.
Wir haben mit dieser Kampagne (hoffentlich) einen Weg gefunden, wie wir die Menschen mit Hilfe von Prominenz wachrütteln.
Aids verdient Aufmerksamkeit, keine Vergessenheit.

 

Die Ziele

 

* Aufklärung und Prävention

* Verstärkung des öffentlichen Interesses am Thema Aids

* Sensibilisierung der Menchen in Deutschland

 

 

Die Kampagne richtet sich an jeden in unserer Gesellschaft. Die leider noch häufig vertretene Meinung

„Aids betrifft nur Randgruppen in unserer Gesellschaft“ möchten wir hiermit widerlegen. Aids kann jeden

treffen und jeder sollte sich vor Aids schützen.

 

Infos zur Kampagne www.vergissaidsnicht.de
 
 

Uwe Blogt

von Uwe Görke 14.03.2008 12:31:00

Sonne und der Tag wird gutKann es etwas Schöneres geben, als mit der Sonne und strahlend blauem Himmel geweckt zu werden?  Man geht doch gleich ganz anders in den Tag. Alle kleinen Wehwehchen, die meine HIV Infektion nun mal so mit sich bringt, treten in den Hintergrund! Im Moment passt einfach alles, ich bin super glücklich und das lasse ich mir auch durch "Tim“ nicht nehmen! Ja, man darf/muss auch mal verdrängen und die Glücksgefühle ausleben. Ich schreibe das, weil dat Ueffcken voller Tatendrang mal wieder frech? oder kess? in ein Wespennest gestochen hat. "Die einzigen Gegner, die nicht immer eine Ausrede auf Lager haben, wenn sie gegen mich verlieren, sind Positive selbst.”
 
Das Nest ist in diesem Fall die berühmte HIVLISTE, wo sich Positive und Aidserkrankte miteinanderhttp://ml01.ispgateway.de/mailman/listinfo/hivtherapie_hivlife.de austauschen können. Man kann Fragen stellen oder aber auch Infos weitergeben. Aber wehe, wenn den Herren etwas nicht passt, dann fallen sie über dich her wie die Wespen und stechen zu *gröhl*, um ihren Frust, Neid und vielleicht sogar ihre Angst los zu werden! Aus diesem Grund tauschen viele Mitglieder ihre Infos mittlerweile über private Mails aus. Es gibt also viele passive Mitglieder, die zwar die Infos lesen aber selber nichts mehr einstellen. Schade, denn viele der Informationen sind sehr wertvoll! Unter diesem Gesichtspunkt, dachte ich mir, darf ich Positive darüber informieren, dass mein Buch im Juli erscheint! Gedacht – getan! Ich startete also eine Rundmail und es hat keine 10 Sekunden gedauert, da ging es schon los. Kommerzielle Scheiße! Ich würde meine Krankheit verkaufen, ich will mich in der Öffentlichkeit darstellen und den Rest erspare ich euch. Das Übliche halt! Aber es gibt auch viele, die mir geschrieben haben, dass sie mit meiner Hilfe mehrDie Angst besiegen...anfangen können und froh sind nicht von medizinischen Fachbegriffen erschlagen zu werden. Wir müssen uns sichtbar machen, wollen wir unsere Situation verbessern! Seid doch froh, dass ich euch das abnehme und meinen Kopf für viele von euch hinhalte! Ich mache es gerne und erzähle dann die Geschichten, die euch gedeckt lebende Positive beschäftigen. Nee, is klar!? Wie wäre es also mal mit etwas mehr Toleranz und Verständnis für- und untereinander? Wir müssen unser Handeln danach beurteilen, was wir damit erreichen... 
Aber genug davon, ich freue mich auf die neue Woche und neue Aufgaben in meinem Leben. Ich hofffe meine Glückshormone halten „Tim“ weiter in Schach! Liebe Grüße sende ich noch nach Saarlouis zu Tanja! Als ich mit Tine unterwegs war, gönnten wir uns an einer Imbiss Bude eine leckere Krakauer! Und wo sind wir gelandet? Tanjas Bude! *lach* Und ich dachte du hättest eine Jack Russel Zucht, ich werde doch wohl keinen Hund gegessen haben. Nee, is klar!?
 
Viel Kraft sende ich nach Schwerte Holzen. Bei Bekannten ist nahezu die gesamte Wohnung ausgeräumt Euch einen schönen Tagworden. Mensch, der Alptraum schlechthin. Ich denke, der materielle Schaden ist nicht so schlimm, wie die Vorstellung, dass fremde Menschen in allen privaten Sachen gekramt haben. So jetzt noch ein Link zum Wochenstart von Peter aus Berlin: http://www.gayradio.de 
Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als Geist. Melde mich, euer Uwe

Aischa wo willste hin?Zum 10 jährigen Bestehen des Himmelstürmer Verlages (http://www.himmelstuermer-verlag.de) , bringt Firmenchef Achim Albers zusammen mit seinem Zugpferd Andy Claus mein Buch heraus. Uwe Görke, mein Leben mit HIV. Es erscheint im Juli 08.Es wird ein Taschenbuch mit 210 Seiten sein. Der Preis beträgt 16,90 € wovon je 50 Cent an die  AIDS-Hilfen (Köln/Hagen) gehen. Alle, die ein Exemplar bei mir direkt bestellt haben oder möchten (unter email@uwegoerke.de mit  Anschrift und E-mail Adresse), müssen bitte den Betrag von 18,40 Euro (einschl. 1,50 Euro Porto) bis zum 15.06.08 auf mein Konto überweisen. Nur so habt ihr euer Buch dann pünktlich im Briefkasten.

Uwe Görke : Volksbank Schwerte Zweigniederlassung der Dortmunder Volksbank eG BLZ 441 600 14 Konto 2424156201 Kennwort: "Virus Tim"- Buch 2008 


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