von Yvonne Giebels
23.11.2007 11:40:00
Beim letzten Weltaidstag hatte ich eine Begegnung der dritten Art, die mir doch sehr zu denken gegeben hat.
In Düsseldorf gibt es ja die Kö, diese wunderschöne Prachtstraße auf der „sehen und gesehen werden“ alles ist. Am 01.12.2006 nun standen genau an dieser Straße ein paar nette Jungs und Mädels hinter ihrem Stand, um unter anderem die rote Schleife an Passanten zu verteilen. Ich kam mit einem der Jungs ins Gespräch und er erzählte mir, dass er HIV positiv ist und der Einsatz für den Weltaidstag deswegen für ihn auch eine Herzensangelegenheit sei.
Während unseres Gesprächs war eine Dame an den Stand gekommen die genau so aussah, wie man sich eine Dame auf der Kö vorstellt. Pelzmäntelchen, frisch vom sündhaft teuren Frisör und ein Paris-Hilton-Hündchen auf dem Arm. Offensichtlich hatte sie mein Gespräch mit dem jungen Mann mitbekommen, denn sie wurde sichtbar unruhig. Eine rote Schleife wollte sie gerne haben, aber auf keinen Fall von eben diesem besagten jungen Mann.
Nichts gegen Damen mit Paris-Hilton-Hündchen, aber diese Begegnung hat mich schon nachdenklich gemacht. Wie viele Leute stecken sich am 01. Dezember die rote Schleife an, einfach weil es „in“ ist – sehen und gesehen werden eben? Aber die Beschäftigung mit dem Thema, wird dann doch lieber ausgeklammert. Und in Kontakt kommen möchte man mit „diesen Leuten“ sowieso nicht. In diesem Sinne wären mir ein paar weniger, aber dafür ehrliche rote Schleifen Träger manchmal sehr viel lieber.
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Tags: begegnung, düsseldorf, 01.12, jungs, gespräch, dame, stand, mann, paris-hilton, rote schleife, träger