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Heute ist Welt-Aids-Tag

von Uwe Görke 01.12.2007 10:11:00
Aber ich darf sprechen" hat der Dortmunder sein Buch genannt, in dem der 39-Jährige aus seinem Leben erzählt: wie er sich vor vielen Jahren bei ungeschütztem Sex infizierte, wie ihn die Krankheit zwang, seinen Beruf als Schauspieler aufzugeben, wie die Menschen um ihn herum auf die Tatsache reagierten, dass er HIV-infiziert ist. Am Donnerstag stellte er sich den Fragen von Gesamtschülern, denen er zunächst aus seinem Buch vorgetragen hatte. In der Diskussion mit den Jugendlichen plädierte er dafür, offen mit dem Thema umzugehen und die Menschen noch stärker als bisher zu sensibilisieren.

Die Gesamtschule hatte Bohlen im Vorfeld des heutigen Welt-Aids-Tages eingeladen. Am Montag sehen die Schüler das Stück "Dossier: Ronald Akkermann". Einfühlsam wird die Geschichte der Krankenschwester Judith erzählt, die ihren Patienten Ronald Akkerman pflegt, der an den Folgen seiner Aids-Erkrankung stirbt. Die Schauspieler des Ensembles "Theaterspiel" aus Witten, Beate Albrecht und Achim Conrad, wollen die jungen Zuschauer an das Thema heranführen. Manuel Izdebski, Youthworker der Aids-Hilfe im Kreis Unna, die die Aktionen in der Gesamschule organisiert: "Am Welt-Aids-Tag wollen wir uns mit den Betroffenen solidarisch zeigen und darauf aufmerksam machen, dass sich die Krankheit noch immer weiter verbreitet".

Der Schwerter Uwe Görke (www.uwegoerke.de), der ebenfalls Betroffener ist, appellierte gestern in einer E-Mail, dass die Bevölkerung sich nicht nur die großen Shows und Galas ansehen sollte, die Spenden für Aids-Kranke sammeln. Die Menschen sollten auch Hilfsorganisationen im Blick haben, die nicht tagtäglich in den Medien präsent sind. Es drohe nämlich die Gefahr, dass solche Großveranstaltungen von Fernsehsendern zu Prestigeobjekten von Politikern oder Stars würden. Es gebe eine Vielzahl von kleineren Organisationen wie die Aids-Ambulanz Dortmund, die sich ebenfalls über kleine oder größere Spenden freuen würden.

Der Welt-Aids-Tag ist für den SPD-Landtagsabgeordnete Wolfram Kuschke Anlass, eine bessere Versorgung von Menschen mit einer HIV-Infektion in Westfalen-Lippe zu fordern. Im Rahmen einer Kleinen Anfrage an den Landtag wollte Kuschke von der Landesregierung wissen, wie sie die Versorgung in den HIV-Klinikambulanzen beurteilt.

Die Landesregierung räumte in ihrer Antwort Unterschiede in der Versorgung zwischen Nordrhein und Westfalen-Lippe ein. Während im Gebiet Nordrhein bei den Ambulanzen zusätzliche Mittel für die Behandlung zur Verfügung gestellt werden, berichtet Kuschke, erhalten die Kliniken in Westfalen-Lippe diese Mittel nicht. Da es sich jeweils um freiwillige Vereinbarungen der Krankenkassen, Krankenhäuser und Ärzte handelt, sieht die Landesregierung nach eigener Darstellung keine Möglichkeit, von sich aus Veränderungen in dieser Situation herbeizuführen.

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