Ist der Altweiber Sommer nicht schön? Bilderbuch Wetter, strahlend blauer Himmel und angenehme 20C°, ich habe es genossen! Nach der widerlichen Grippe, war das genau die richtige Medizin! Auch am Wochenende habe ich jede Gelegenheit genutzt um die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen, denn die Regenfront steht schon vor der Tür! Wie sagt man so schön, ich bin über’n Berg und meine Freunde auch. Also auf zu neuen Taten. Nee, is klar!?
"Tim", mein HI-Virus ist ruhig geblieben und das ist gut so. Meine Blutwerte lasse ich am 8.
Oktober kontrollieren. Ich gehe davon aus, dass der Wert meiner T4 Zellen nicht so rosig ausfällt, aber das bekomme ich wieder in Griff, da bin ich ganz zuversichtlich.
Im letzten Tagebuch habe ich über eine traurige Geschichte mit K.O. Tropfen berichtet, um so mehr freut es mich, dass der Täter gefasst werden konnte.Er kehrte nämlich an den Ort des Geschehens zurück, was er nicht ahnte, sein Opfer auch. Sie nahm all ihren Mut zusammen um ihrem Peiniger noch einmal zu begegnen, rief die Polizei, die ihn auf der Stelle verhaftete. Ob er nun seine Strafe absitzt oder in psychologische Behandlung
kommt, die Hauptsache ist, man behält ihn im Auge, damit sich das nicht wiederholt. Oder, so schrieb das Opfer, sie wartet darauf, dass sich die Erde mal wieder anfängt zu drehen. Denn ihre Angst, Alpträume und die Kälte, die sie von manchen Menschen erfährt, sind für XXX unerträglich. Sie fühlt sich allein gelassen, hat sich in ihrer Not an Menschen gewendet, die ihr einmal sehr nahe standen und musste erfahren, dass denen ihre Freizeitbeschäftigung wichtiger ist, als sich mit ihr auseinander zusetzen. Klar, ist ja auch einfacher! Ich glaube, jeder von uns kennt diese Situation, wenn ein uns nahe stehender Mensch, in einer schwierigen Situation ist und wir nicht wissen, wie sollen wir damit umgehen. Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass Rückzug, also sich nicht mehr melden ganz falsch ist und dem Anderen sehr weh tut. Man sollte einfach über seine Unsicherheit sprechen. Vielleicht so: Du ich weiß nicht was dir im Moment gut tut aber, wenn du mich brauchst, dann bin ich da! Eigentlich ganz einfach aber natürlich muss man das lernen. Ich kann ihre Enttäuschung sehr gut verstehen, habe aber auch ihr erklärt, wie unsicher man in solchen Situationen auch als Freund ist.
Als Bote war ich am Wochenende auch unterwegs, habe mein Buch zu Menschen gebracht, denen es leider nicht so gut geht. Sie haben sich gefreut und was ich beim gemütlichen Plausch dann alles gehört habe, ist erschreckend. Natürlich ging es um HIV und wie kann ich in der Provinz weiterhin gedeckt leben. Zu welcher Apotheke gehe ich, welchen Hausarzt vertraue ich mich an, wie weit hält der Arbeitgeber zu mir? Sag ich es der Familie oder meinen Freunden(innen)? Fragen über Fragen! In diesem Fall ist der Mann Privat versichert und muss bisher immer in Vorkasse treten, wenn er seine Medikamente braucht. Er kann aber nicht mal eben 1300 Euro vorstrecken, weiß nicht, wie er dieses Problem lösen soll und hat nun Angst, dass er durch diese Ängste seinen Körper und seine Seele zusätzlich schwächt. Was rät ein Uwe da? Ich habe ihm eine gute Hausärztin empfohlen, die keine Berührungsängste mit HIV hat und eine gute Apotheke! Alles andere muss er nach und nach angehen, in kleinen Schritten, bloß nichts überstürzen. Man wächst mit der Krankheit und reden soll er, mit seinem besten Freund/in, denn das befreit ungemein. Die Therapie auf jeden Fall erst dann anfangen, wenn man auch vom Kopf her dazu bereit ist.
Mich nehmen diese Geschichten immer ganz schön mit, andererseits schöpfe ich auch Kraft daraus,
denn mir wird bewusst, wie gut es mir doch eigentlich geht. Ich bin froh und dankbar, dass ich die Grippe so gut überwunden habe und genieße jeden Tag. Das Leben ist so schön und nach einem Tief, kommt ganz sicher auch wieder ein Hoch! Es lohnt sich auch im dunkelsten Tunnel, nach dem Licht zu suchen. Träumt ruhig, stellt euch etwas Schönes vor, auch wenn es nicht greifbar ist, der Glaube daran versetzt Berge.
Es wird eine kurze Arbeitswoche, denn am Freitag, 03.10.2008 feiern wir den Tag der deutschen Einheit.
Ich gehöre übrigens zu den Menschen, die nicht wollen, dass die Mauer wieder hochgezogen wird. Aber es muss sich was tun in unserer Politik. Wie ich gerade erfahren habe, ist das schon passiert.
Wahlprügel für Beckstein – CSU nur 43 Prozent! Mehrheit verpasst! SPD 19,5 Prozent ++ FDP 8 Prozent ++ Grüne 9,5 Prozent ++ Freie Wähler 11 Prozent ++ Linke knapp 5 Prozent. Ich bin froh, dass diese konservative und teilweise menschenverachtende Politik eine Klatsche bekommen hat. Das war längst überfällig.
Jetzt aber weg mit der negativen Energie, auf zu frischen Taten und einen guten Start in die neue Woche. Ja, Tanja wir werden am 01.11.2008 mit dem Görke Buch Express *lool* auch nach Saarlouis kommen und wehe es gehen nicht mindindestens 50 Bücher an den Mann oder die Frau. Nee, is klar!? Der Kreis Unna, Märkische Kreis und Umgebung, Hagen und Dortmund merke sich bitte den 06.11.2008! Um 19.30 hat Uwe ein Heimspiel in der Stadtbücherei Schwerte, Hagener Str.7 (http://www.kuwebe.de) und wird sein Buch vorstellen. Ich hoffe, es wäre mein persönliches Highlight, die Autorin des Buches, Andy Claus (www.andy-claus.de) dazu in Schwerte begrüßen zu können. Der Bonner Raum kann sich auf den 21.11.2008 20.00 Uhr freuen, denn bei der 3. Kira Salange Benefiz-Gala, (www.bonner-aids-gala.com) Friedrich-Breuer-Straße 17, wird das Buch am Stand der Aids Hilfe Bonn erhältlich sein und ich werde es mit Widmung versehen.
Wenn man nichts hat, was man liebt, muss man lieben, was man hat... In diesem Sinne, lesen uns, euer Uwe aus Schwerte
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