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Haben wir bald ein AIDS-Monopol in Deutschland?

von Jan Schwertner 06.10.2008 14:59:00

Wir sagen ja, denn statt gemeinsam den Kampf gegen HIV und AIDS aufzunehmen, gehen große Organisationen auf kleine Vereine los.
Aidskampagnen werden boykottiert, Ideen kopiert, gelenkte Beiträge in Blogs veröffentlicht und Anwälte beauftragt. Alles für die Pole Position in den Suchmaschinen. Die Themen HIV und AIDS spielen dabei nur noch eine Nebenrolle und das 20jährige Jubiläum des Weltaidstages scheint sowieso niemanden mehr zu
interessieren.


Dass HIV und AIDS wichtige Themen sind, ist auch heute unbestritten. Denn vor dem Hintergrund steigender Neuinfektionen, vor allem auch bei deutschen Jugendlichen, kann von umfassender Prävention und Aufklärung eigentlich keine Rede sein. Umso erstaunlicher, dass das Thema in der Öffentlichkeit nach wie vor keine große Rollezu spielen scheint. Einzige Ausnahme: Der Weltaidstag, der vor 20 Jahren von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen
wurde. An diesem Tag möchte selbstverständlich keiner im Abseitsstehen und so springen viele Unternehmen und Prominente jedes Jahr auf den Zug auf. Rote Schleifen wohin man blickt. Eine Haltung, die Jan Schwertner vom Saarbrücker Regenbogen e.V. nur sehr bedingt verstehen kann: „Natürlich ist es schön, wenn wenigstens einmalim Jahr die Themen HIV und AIDS in den Vordergrund rücken, aber das reicht nicht. Viele Firmen stehlen sich da aus der Verantwortung.“ Und er muss es wissen,denn gemeinsam mit seinen Mitstreitern ist er seit 2000 mit einer Webseite zum Weltaidstag im Internet unterwegs und wirbt unermüdlichfür sein Anliegen.


Ein Anliegen, das er mit vielen kleinen und großen Organisationenteilt – eigentlich. Doch vor allem kleinen ehrenamtlichen Gruppen wie dem Regenbogen e.V. wird seit einiger Zeit oft ganz bewusst das Wasser abgegraben, gelenkte Beiträge in Blogs, Ideenklau und Verleumdungen inklusive. So wurde dem Saarbrücker Verein vor
allem von großen Organisationen bereits mehrmals vorgeworfen, sich lediglich auf Kosten der Kranken profilieren zu wollen und esvor allem auf Spendengelder abgesehen zu haben.Ein Vorwurf, der nachweislich nicht stimmt. „Unsere Seite war die erste, die sich in Deutschland mit dem Thema befasst hat und wer
sich unsere Seite anschaut wird schnell sehen, dass es uns vor allem um Information und Aufklärung geht“, so Schwertner.


Spendenaufrufe sucht man dagegen vergebens. Ganz im Gegensatz zu den Seiten großer Organisationen die erstseit zwei oder drei Jahren im Netz vertreten sind und bei denen Spendenaufrufe und öffentlichkeitswirksame Kampagnen deutlich im Mittelpunkt stehen.
Das Schlimme daran: Oft sind Kampagnen und Webauftritte von den kleineren Vereinen abgekupfert, die oft viel Arbeit und Mühe in die Entwicklung gesteckt haben. Zusammenarbeit Fehlanzeige. Und der Regenbogen e.V. ist dabei nicht der einzige Verein,der unter diesem Konkurrenzdruck zu leiden hat. Leidtragende des Konkurrenzkampfes, der vor allen Dingen im Internet ausgetragen wird, sind, wie immer, die Kranken oder die Menschen, die auf
der Suche nach Informationen und Aufklärung sind. „Das Motto des diesjährigen Weltaidstages lautet >>Gemeinsam gegen AIDS<<, aber von Gemeinsamkeit kann im Moment nicht die Rede sein“ !

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Kommentare

15.10.2008 09:00:26

ty man

diyet

17.11.2008 23:07:16

ty man nice page

mirc tr

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